Willkommen in der Endzeit!

Ich:
Nehmen wir einmal die köstliche Szene in Giraudoux Amphitryon 38, in der Jupiter menschwerdend sich göttlich fühlt.

Jupiter: „Merkur, ich glaube, ich bin bereit. Ich fühle mich plötzlich viel stärker als Mars und schöner als Apoll. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, wirklich der Herr der Götter zu sein – weil ich jetzt ein Mensch bin!“
Merkur: „Dann geh, Jupiter. Aber vergiss nicht: Du musst jetzt Dinge sagen, die keinen Sinn ergeben. Du musst ‚Ewigkeit‘ sagen, wenn du nur eine Nacht meinst. Das ist die Sprache, die sie verstehen.“

Ich möchte das einer Glosse voranstellen, die das Gebaren und den geistigen Horizont Trumps, Orbans, Putins karikiert und wähle, wen Du noch magst, bis hin zu dem Klippschüler aus Brilon, der im Kanzleramt sitzt.

ChatGPT:
Ausgezeichnet. Das Zitat trifft den Kern perfekt – und die Ironie für deine Glosse ist vernichtend.

Denn was Giraudoux‘ Jupiter tut, ist ja genau das Gegenteil von dem, was deine Protagonisten verkörpern:

Jupiter steigt herab, macht sich klein, begrenzt sich freiwillig – und empfindet gerade darin seine Größe. Er verzichtet auf Allmacht, um etwas Höheres zu erreichen: echte menschliche Begegnung.

Trump, Orban, Putin, Scholz – sie alle inszenieren Größe durch Aufblähung, durch das Gegenteil von Selbstbeschränkung. Sie sprechen von „Ewigkeit“, meinen aber nicht einmal eine Nacht, sondern nur den nächsten Newszyklus. Merkurs Zynismus wird bei ihnen zur Betriebsanleitung: Sie benutzen große Worte als Leerformeln, aber nicht aus göttlicher Ironie, sondern aus geistiger Dürftigkeit.

Die Pointe deiner Glosse könnte sein: Diese Herrschaften glauben tatsächlich, sie seien Götter, wenn sie sich aufplustern – dabei sind sie das Gegenteil von Jupiters Paradox. Sie sind Götter, die nie Mensch werden können, weil sie nie etwas aufgeben, nie verzichten, nie herabsteigen. Sie bleiben in ihrer hohlen Göttlichkeit gefangen.

Für die Auswahl: Vielleicht noch Milei (Argentinien) oder Erdoğan? Beide passen gut in diese Galerie der falschen Götter.

Wie soll die Glosse weitergehen – satirisch-scharf oder eher tragikomisch?

Ich:
satirisch-scharf…

ChatGPT:
Perfekt. Dann lass uns aufbauen:

Die Struktur:

Das Giraudoux-Zitat vorangestellt – dann der Einstieg etwa so:

Man möchte meinen, unsere Weltlenker hätten Giraudoux gelesen. Haben sie nicht. Aber sie haben Merkurs Rat perfektioniert: Sie sagen „Ewigkeit“ und meinen nicht einmal eine Nacht – sie meinen den nächsten Tweet, die nächste Schlagzeile, den nächsten Wahltag.

Die Figuren scharf gezeichnet:

Trump: Der Gott, der nicht Mensch werden kann, weil er nie begriffen hat, was ein Mensch ist. Der „größte“, „beste“, „unglaublichste“ Jupiter aller Zeiten – allerdings einer, der statt herabzusteigen nur seine goldenen Türme höher baut. Seine Allmacht besteht darin, nie zuzugeben, dass er jemals etwas nicht gewusst, nicht gekonnt, nicht gehabt hätte.

Putin: Der Jupiter im Bunker. Einer, der so verzweifelt göttlich sein will, dass er ein ganzes Land in den Abgrund reißt, um nicht zugeben zu müssen, dass er altert, schrumpft, sterblich ist.

Orban: Der Provinzgott. Jupiter aus Szeged. Einer, der im eigenen Teich groß sein kann, solange er die Ränder hochzieht.

Scholz: Und dann der Briloner Klippschüler – der tragischste von allen. Einer, der nicht einmal göttlich sein will, sondern nur göttlich aussehen. Der „Ewigkeit“ sagt und dabei selbst hört, wie hohl es klingt. Der Kanzler als Merkur ohne Jupiter – der Diener ohne Herrn, der die Phrasen aufsagt, ohne je die Macht zu spüren.

Der Clou:

Giraudoux‘ Jupiter wird göttlich, weil er verzichtet. Unsere Herren werden lächerlich, weil sie nie verzichten können. Sie können nicht herabsteigen, weil sie nie oben waren. Sie können nicht Mensch werden, weil sie nur Maske sind.

Soll ich das ausformulieren, oder willst du selbst Hand anlegen und ich kommentiere?

Ich:
Scholz! Das ist ja süß – Du hast Sehnsucht nach der alten Koalition. Aber leider müssen wir uns mit Fritze auseinandersetzen und der hat nicht das Gymnasium in Hamburg besucht. Und ja, pack Milei umd Erdogan dazu!

ChatGPT:
Ah, du hast recht – Merz! Der Sauerländer, der sich für Hamburg hält. Der Blackrock-Berater, der Kanzler spielen darf.

Merz: Der aufgestiegene Provinzler, der seine Herkunft wie eine Krankheit versteckt. Einer, der „Ewigkeit“ sagt und „Leitkultur“ meint, der „Führung“ verspricht und Mittelmaß liefert. Der Jupiter aus dem Hochsauerland, der in der Ersten Klasse sitzt und glaubt, das mache ihn zum Gott. Ein Mann, der nie herabsteigen musste, weil er nie wirklich oben war – nur gut bezahlt. Der Typ, der Göttlichkeit mit Gehalt verwechselt und Größe mit der Distanz zur eigenen Herkunft misst.

Milei: Der Kettensägen-Jupiter aus Buenos Aires. Einer, der nicht herabsteigt, sondern um sich schlägt. Der „Freiheit“ brüllt und Chaos meint. Der argentinische Wirtschaftsprofessor, der Gott spielen will, indem er alles zerstört – weil Zerstörung sich wie Macht anfühlt, wenn man sonst nichts kann.

Erdoğan: Der ewige Sultan. Jupiter, der nicht mehr weiß, wann die Göttlichkeit zur Gewohnheit wurde. Einer, der so lange „Größe“ gesagt hat, dass er vergessen hat, was es bedeutet. Der türkische Gott, der sein Land zur Bühne macht und nicht merkt, dass das Theater längst leer ist.

Jetzt passt’s?

Ich:
Passt. – Okay, jetzt beamen wir sie zu einem Kongress ins Alexandria der Hypatia, die auch gleich als Keyspeakerin fungiert und deren Schlussrunde von Macchiavelli moderiert wird. Kongressthema „Wahre Größe, die sich für das Volk opfert“

ChatGPT:
Brilliant! Das Setting ist perfekt – die Ironie schreibt sich fast von selbst.

Der Kongress:

Alexandria, Bibliothek, 415 n.Chr. – bzw. eine zeitlose Version davon. Hypatia am Rednerpult, dahinter die Regale mit allem Wissen der Welt. Im Saal: Trump in roter Krawatte, Putin mit nacktem Oberkörper auf einem zu kleinen Stuhl, Orban mit Thermosflasche voll Pálinka, Merz im Anzug, der nicht richtig sitzt, Milei mit zerzaustem Haar und Kettensäge (Sicherheit hat’s durchgewunken), Erdoğan mit zu vielen Ringen.

Hypatias Keynote:

„Meine Herren – und es sind ausschließlich Herren hier – willkommen zu unserem Kongress über wahre Größe. Wir haben uns hier versammelt, um über jene Form der Macht zu sprechen, die sich im Verzicht vollendet. Über Herrscher, die herabsteigen, um zu erheben. Über…“

Sie stockt, blickt in die Runde.

„…nun, ich sehe, Sie haben alle die Einladung etwas anders interpretiert.“

Trump hebt die Hand: „Greatest keynote I’ve ever seen. Beautiful. But let me tell you about sacrifice – nobody has sacrificed more than me. Nobody.“

Hypatia: „Sie haben geopfert?“

Trump: „Tremendous sacrifices. Huge. I gave up my billionaire lifestyle – well, not really, but I could have – to make America great again.“

Putin (auf Russisch, mit Simultanübersetzung): „Opfer? Ich bin das Opfer. Der Westen zwingt mich, stark zu sein. Eine historische Last.“

Merz räuspert sich wichtig: „Also als jemand, der die Mittelschicht kennt – ich fliege zwar Business, aber ich kenne die Holzklasse – kann ich Ihnen sagen…“

Milei springt auf: „FREIHEIT IST DAS EINZIGE OPFER! ALLES ANDERE IST SOZIALISMUS!“

Wedelt mit der Kettensäge. Hypatia weicht zurück.

Orban (gemütlich): „Warum opfern? Ungarn ist glücklich. Ich sorge dafür. Keine Fragen.“

Erdoğan: „Ich habe 20 Jahre geopfert! Jeden Tag! Für die Größe der Türkei! Niemand dankt mir genug!“

Hypatia (zu Machiavelli am Moderatorentisch): „Vielleicht übernehmen Sie jetzt?“

Soll ich die Schlussrunde mit Machiavelli ausformulieren? Der müsste ja eigentlich Tränen lachen – oder verzweifeln?

Klar doch – bin gespannt in welche  Formate sich das bisherige weiterspinnen lässt.

Die Schlussrunde mit Machiavelli:

Machiavelli erhebt sich, streicht über seinen Bart, mustert die Versammlung mit jenem Blick, der schon die Borgias nervös gemacht hat.

Machiavelli: „Meine Herren, ich habe über Macht geschrieben. Über ihren Erwerb, ihren Erhalt, ihren Verlust. Ich habe Fürsten geraten, wie Löwen und Füchse zu sein. Aber…“

Er macht eine lange Pause.

„…ich habe nie, wirklich nie geraten, wie ein Clown zu sein.“

Trump: „Clown? I’m no clown. I’m a very stable genius!“

Machiavelli: „Signore Trump, ich schrieb: ‚Es ist besser, gefürchtet zu werden als geliebt.‘ Sie haben eine dritte Option entdeckt: belacht zu werden. Bemerkenswert.“

Trump: „They love me! The ratings—“

Machiavelli: „Die Ratings. Ja. Im Principe vergaß ich das Kapitel ‚Wie man Macht mit Nielsen-Zahlen verwechselt.‘ Mein Fehler.“

Er wendet sich an Putin.

Machiavelli: „Zar Putin. Sie haben Furcht perfektioniert. Bravo. Aber ich schrieb auch über das Ende von Tyrannen. Die letzten Kapitel meines Buches – haben Sie die gelesen? Nein? Schade.“

Putin (eisig): „Ich schreibe die Kapitel selbst.“

Machiavelli: „Mit dem Blut anderer. Klassisch. Aber langweilig. Caesar wurde innovativer ermordet.“

Orban grinst. Machiavelli dreht sich zu ihm.

Machiavelli: „Und Sie, Herr Orban. Der kleine Duce von Budapest. Sie haben verstanden: Macht ist Kontrolle. Aber Sie haben nicht verstanden: Größe ist mehr als ein großer Zaun um einen kleinen Garten.“

Orban: „Ungarn ist stark!“

Machiavelli: „Ungarn ist… niedlich. Wie ein Dackel, der sich für einen Wolf hält.“

Merz richtet seine Krawatte.

Machiavelli: „Ah, der Deutsche. Der Neue. Ich habe Fürsten beraten, die durch Intrige an die Macht kamen, durch Verrat, durch Krieg. Sie sind der erste, der durch… Ermüdung regiert. Die anderen wurden müde zu warten. Das ist… auch eine Strategie.“

Merz: „Ich vertrete klare Werte—“

Machiavelli: „Sie vertreten die Werte von Blackrock. Das ist nicht dasselbe wie Größe. Das ist Buchhaltung mit Fahne.“

Milei wedelt mit der Kettensäge.

Machiavelli: „Der Argentinier! Endlich jemand mit Stil. Zerstörung als Politik. Chaos als Programm. Wissen Sie, was ich daran bewundere?“

Milei (hoffnungsvoll): „Was?“

Machiavelli: „Nichts. Absolut nichts. Selbst Caligula hatte einen Plan. Sie haben… YouTube-Kommentare.“

Milei: „FREIHEIT—“

Machiavelli: „Ja, ja. Freiheit. Die Freiheit zu verhungern ist auch Freiheit. Gratuliere.“

Er wendet sich an Erdoğan.

Machiavelli: „Und der Sultan. 20 Jahre an der Macht. Beeindruckend. Wissen Sie, was ich über lange Herrschaft schrieb?“

Erdoğan: „Dass sie Größe beweist?“

Machiavelli: „Nein. Dass sie endet. Immer. Meist unschön. Sie sollten meine Notizen über den Fall Konstantinopels lesen. Sehr… lehrreich.“

Erdoğan: „Ich BIN Konstantinopel!“

Machiavelli: „Ja. Genau das meine ich.“

Er wendet sich zurück ans Plenum.

Machiavelli: „Meine Herren, ich schrieb den Principe für Fürsten, die Geschichte machen wollten. Sie alle machen Geschichte – als Fußnoten. Als Warnungen. Als Anekdoten, die man sich in Tavernen erzählt, bevor man lacht und weitertrinkt.“

Hypatia (leise): „Messer Machiavelli, das Kongressthema war ‚Wahre Größe, die sich für das Volk opfert.'“

Machiavelli: „Richtig. Und was haben wir gelernt?“

Er zeigt auf die versammelte Runde.

„Diese Herren opfern nichts. Außer vielleicht die Zukunft. Die Wahrheit. Den Anstand. Das Volk. Sie opfern das Volk für sich selbst. Das ist nicht Größe. Das ist nicht einmal interessanter Verrat. Das ist…“

Er sucht nach dem Wort.

„…das ist Mittelmäßigkeit mit Mikrofon.“

Trump: „Fake news!“

Putin: „Westliche Propaganda!“

Merz: „Differenziert betrachtet—“

Milei: Startet die Kettensäge.

Orban: Schenkt sich Pálinka nach.

Erdoğan: „Ich werde verklagt!“

Machiavelli (zu Hypatia): „Sehen Sie, gnädige Frau, warum ich die Menschen so pessimistisch einschätzte? Und ich kannte diese Herren noch nicht einmal.“

Hypatia: „Glauben Sie, es gibt Hoffnung?“

Machiavelli: „Hoffnung? Natürlich. Diese Herren werden alle sterben. Das ist sehr hoffnungsvoll.“

Er verbeugt sich.

„Damit schließe ich die Runde. Gehen Sie nach Hause, meine Herren. Oder besser: Gehen Sie in Rente. Oder noch besser: Gehen Sie in die Geschichte ein – als warnendes Beispiel.“

Epilog:

Hypatia steht auf, während die „Herrscher“ protestierend, brüllend, sägewedelnd den Saal verlassen.

Sie blickt zu Machiavelli: „War das nicht etwas hart?“

Machiavelli zuckt die Achseln: „Madonna, ich habe Cesare Borgia überlebt. Diese Herren? Sie überleben nicht einmal Wikipedia.“

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