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„Mana mou Hellas“

Griechenland, meine Mutter

Ich habe kein zu Hause, in das ich zurückkehren kann,

weder ein Bett um zu schlafen

Ich habe weder einen Weg noch eine Nachbarschaft

um an einem Ersten Mai spazieren zu gehen

Die falschen Worte, die großen

hast du mir schon mit deiner Muttermilch eingeflößt

Aber jetzt, wo die Schlangen erwacht sind,

trägst du deinen antiken Schmuck,

und du weinst nie, Griechenland, meine Mutter

wo du doch deine Kinder als Sklaven verkaufst

Die falschen Worte, die großen

hast du mir schon mit deiner Muttermilch eingeflößtt

Aber damals, als ich mit meinem Schicksal sprach,

trugst du deine antike Pracht

und du, Zigeunerin, Äffin brachtest mich zum Bazar

Griechenland, Griechenland, Mutter des Leids

Die falschen Worte, die großen

hast du mir schon mit deiner Muttermilch eingeflößt

Aber jetzt, wo sich das Feuer neu entfacht

schaust du auf deine antiken Schönheiten,

und in den Arenen der Welt, Griechenland, meine Mutter,

schleppst du stets die selbe Lüge mit dir.

 

Mana mou Hellas

Bilderzyklus im Restaurant Kouzina in Borchen

Giorgos Haralampos, Eigentümer des Restaurants Kouzina in Borchen, nickte bedächtig, als ich ihn auf eine Ausstellung in seinen Räumen ansprach. Seinen Hinweis auf die zum Interieur gehörenden, griechische Alltagsszenen darstellenden Schwarzweißfotos auf Keilrahmen, als bewusst gewählten innenarchitektonischen Akzent, riefen sofort die Idee hervor, nicht auf bestehende Bilder zurückzugreifen, sondern ganz speziell für diese Ausstellung eine Serie monochromer Bilder zwischen Schwarz und Weiß zu malen.

In den folgenden Tagen trieben mich Fragen zu meinem Griechenlandbild, seiner Geschichte, seiner Wandlungen um und ich begann zu malen. In schneller Folge entstanden Bilder, die Erinnerungen skizzierten, die Begegnungen mit Menschen, Musik, Filmen und Schriftstellern reflektierten, die aber auch tief empfunden Spiegel des Griechentums in der Diaspora verdichteten – Romiossini. Anmutungen zu den Bildern finden Sie hier.